DiskussionsunterlageFassung 0.1 · 02.09.2026Kunde Offshore-Wind-Hersteller
Bid Factory · wie wir weitermachen

Eine Werkstatt, die aus dem laufenden Bid die Bausteine für den nächsten macht.

Der Kunde hat keine Fabrik, die fertige Bausteine zusammensetzt, weil die Bausteine erst entstehen. Der Vorschlag setzt deshalb an den Arbeitsschritten an, die der Sales Manager heute ohnehin tut, und macht aus jeder bestätigten Entscheidung etwas, das beim nächsten Bid schon da ist.

6belegte Pain Points
5Konzepte auf einem Datenmodell
8Wochen Bid-Werkstatt als erster Schritt
6 bis 8Arbeitstage bis zur Demo (Schätzung)
Lesehilfe

Begriffe, die in dieser Unterlage vorkommen.

Alle Namen von Projekten und Vertragspartnern sind ersetzt. Die Unterlage spricht in allgemeinen Fachbegriffen, damit sie ohne Vorwissen lesbar bleibt.

BegriffBedeutung
Der KundeHersteller und Lieferant von Offshore-Windenergieanlagen, der eine europäische Organisation aufbaut
Der BetreiberEntwickler oder Betreiber des Windparks, der die Ausschreibung führt
AusschreibungDas Unterlagenpaket des Betreibers mit Anforderungen, Fristen und Vertragsentwürfen
LiefervertragVertrag über die Lieferung der Anlagen, im Markt Turbine Supply Agreement
ServicevertragVertrag über Betrieb und Wartung, im Markt Service Maintenance Agreement
AbweichungslisteListe aller Punkte, in denen das Angebot von den Anforderungen abweicht, im Markt Deviation List
Gate und Gate PaperInterne Freigabestufe und die Vorlage, mit der sie beantragt wird
FreigabegremiumDer interne Kreis, der über die Freigabe je Stufe entscheidet
BAFOBest and Final Offer, die dritte der vier Angebotsstufen
P1 bis P6Die sechs Pain Points, geordnet danach, wie stark sie das Ziel behindern
Windpark Nordsee 1Frei erfundener Windpark im Sneak Preview, kein reales Projekt
Woran wir andocken

Sechs Pain Points, geordnet nach dem, was der Kunde in Europa am meisten im Weg steht.

Die Pain Points stammen aus der Auswertung der Interviews und sind dort belegt. Sie sind der Maßstab für jede Idee auf dieser Seite. Eine Idee, die keinen Pain Point trifft, gehört nicht in den Pitch.

P1
Die Grundlagen jedes Angebots liegen nicht als Basis vor, sondern werden pro Bid von Personen erarbeitet.
Was die Anlage kann, was sie in Europa kostet, wozu der Kunde sich verpflichtet: alles drei im Aufbau oder nicht vorhanden.
Sicherheit hoch
P2
Zusagen entstehen an mehreren Stellen, und niemand prüft systematisch, ob sie übereinstimmen.
Deviation List, Q&A-Listen, Improvement Letter, Vertrag. „Bestenfalls, wenn wir es machen.“
Sicherheit hoch
P3
Das Wissen über den europäischen Markt sitzt nicht dort, wo Bid-Inhalte entstehen.
Kalkulation in der Zentrale ohne europäische Preise; wer Kosten, Netzanschlussregeln und Zertifizierung verantwortet, ist nicht klar geregelt.
Sicherheit mittel
P4
Die Steuerung des Bids läuft über Excel-Listen, die der Sales Manager selbst baut.
Fünf bis sieben Listen, eine fehleranfällige Pivot-Tabelle, Outlook-Aufgaben. 30 bis 40 Beteiligte auf zwei Kontinenten.
Sicherheit hoch
P5
Die Governance ist definiert, der Arbeitsprozess darunter nicht.
Stage Gates, Gate Paper und Bid Decision Board stehen auf der Folie. Wie die Inputs entstehen, steht nirgends.
Sicherheit mittel
P6
Die Übergabe an die Projektausführung ist nicht vorbereitet.
„Das ist ja noch mal viel krasser.“ Wirkt erst nach dem Gewinn, dann aber auf die Marge.
Sicherheit mittel

Der Punkt quer über allen Pain Points, der die Pitch-Logik bestimmt

Der Sales Manager spricht über Fehler, Qualität und Risiko, nicht über Geschwindigkeit oder Prozesskosten. Der zweistellige Millionenbetrag aus dem Briefing steckt im Material als vermiedener Fehler bei Transport und Installation und als vermiedenes Risiko (Vertragsstrafen), nicht als eingesparter Aufwand. So gehört er in den Pitch, und nur so.

„Was haben wir von unserer Dokumentation? Was sind die Employer's Requirements? Und wo sind die Deviations?“

Sales Manager, viermal von sich aus (T 44–47, 164–168, 269–271, 457–458)

„Das ist Quatsch, dass jeder für jedes Projekt das Risk Register neu ausfüllt.“

Sales Manager, von ihm selbst eingebracht (T 120–127, 154–156)

„Standardisierte Kalkulationsgrundlagen, Eingaben, Masken, statt irgendwie mit Excel-Tabellen arbeiten.“

Sales Manager, sein erster Wunsch auf die Frage nach der idealen Welt (T 265–267)
Leitidee

Die Bid Factory ist für den Kunden eine Werkstatt, keine Fabrik.

Jedes Konzept setzt an einem Schritt an, den das Bid-Team heute ohnehin tut: Anforderungen abgleichen, Abweichungen eintragen, Klauseln bewerten, Annahmen kalkulieren, das Gate Paper schreiben.

Die KI liest und schlägt vor, immer mit Fundstelle. Der Fachmann entscheidet. Jede bestätigte Entscheidung wird ein Baustein mit Verantwortlichem, Quelle und Gültigkeit und liegt beim nächsten Bid schon vor. So bedient die Werkstatt den Stage-Gate-Prozess des Kunden, statt einen zweiten Prozess daneben zu stellen. Der erste Bid sät, der zweite erntet, und innerhalb desselben Bids profitiert schon der Servicevertrag vom Liefervertrag.

Was sie nicht ist

Kein Workflow- oder Taskboard-Werkzeug. Der Sales Manager hat den Vorschlag nicht aufgegriffen; die Steuerungsfrage aus P4 löst sich über gemeinsame Daten, nicht über Aufgabenkarten.
Kein Programm für schnellere Angebote. Er spricht über Fehler, Qualität und Risiko.
Kein System, das fertige Dokumentation oder eine fertige Kostenbasis voraussetzt. Beides gibt es noch nicht.
Fünf Konzepte

Fünf Sichten auf ein Datenmodell, jede an den eigenen Worten des Sales Managers festgemacht.

Die ersten drei sind die drei Schenkel des Abgleichs, den er selbst beschreibt: Employer's Requirements gegen eigene Dokumentation gegen Vertrag. Das vierte greift seinen ersten Wunsch auf. Das fünfte bedient den eigenen Prozess des Kunden. Alle fünf sind im Sneak Preview klickbar.

Alignment Table

P1P2P3sein viermaliger Wunsch

Ein Dokument der Ausschreibung wird in Anforderungen zerlegt. Je Anforderung schlägt die KI einen von vier Zuständen vor: erfüllt mit Zitat aus dem Manual, Abweichung mit vorformuliertem Deviation-Text, kein Nachweis, individuell abzustimmen. Der SME bestätigt. Raus kommen die Deviation List in der heutigen Struktur und die Lückenliste als Backlog für die Manuals.

Der „Genau das“-MomentSein eigenes Beispiel, die Cyber Security Requirements. Die dritte Zeile steht grau: „Kein Nachweis. Kapitel im SCADA-Manual anlegen, zuständig SME SCADA.“
Einwand und Antwort
„Grid Compliance ist sehr individuell.“ Dafür gibt es den Zustand „individuell“; das Werkzeug behauptet dort nichts und hält die Abstimmung mit Termin und Ansprechpartner fest. „Ob man sowas einer KI überlassen kann“: Es wird ihr nichts überlassen, sie zeigt Fundstellen, er entscheidet.
Bauen: Claude Design ½ Tag für die Bildschirme, Claude Code 2 bis 3 Tage für den Prototyp mit Excel-Export (Schätzung)

Commitment Register

P2P6„keinen Abgleich“

Eine Zeile je Zusage: was dem Betreiber wo zugesagt wurde, aus Deviation List, Q&A-Listen, Improvement Letter und Offer Letter. Jede hängt an einer Anforderung und, wo vorhanden, an einer Vertragsklausel. Die Ampel sagt: im Vertrag abgebildet, nicht abgebildet, widersprüchlich. Aus dem Delta zwischen zwei Stufen entsteht der Offer Letter, den er sich gewünscht hat.

Der „Genau das“-MomentEine technische Q&A-Antwort aus der ersten Runde („ja, liefern wir“) steht rot: keine Entsprechung in den Abweichungen zum Vertrag. Er hat selbst gesagt, dass genau das bestenfalls geprüft wird.
Einwand und Antwort
„Der Kunde gleicht das sicherlich ab, die haben Systeme dafür.“ Genau deshalb: Das Register sorgt dafür, dass die Lücke vor dem Betreiber auffällt. Und es muss am Anfang nicht vollständig sein, es wächst mit jeder Q&A-Runde.
Bauen: Claude Code 1 Tag als zweite Ansicht, Cowork ½ Tag für den Offer-Letter-Entwurf als Word-Dokument (Schätzung)

Risk Memory

P1P5„das ist Quatsch“

Legal legt den Vertragsentwurf ab. Die KI erkennt die vertraglichen Risiken (Vertragsstrafe bei Verzug, Verfügbarkeit, Haftung, Indexierung) und füllt je Risiko eine Zeile in der gewohnten Risikoregister-Struktur vor, mit Herkunft: „aus Vorprojekt übernommen, bitte prüfen“ oder „neu, bitte bewerten“. Der Mensch setzt Wahrscheinlichkeit und Impact. Jede bestätigte Zeile wandert in die Risiko-Bibliothek.

Der „Genau das“-MomentDie Verzugsklausel wird erkannt, die Zeile steht in seiner Spaltenstruktur da. Diese Zeile hat er im Gespräch selbst ausgefüllt.
Einwand und Antwort
„Beim ersten Mal ist die Bibliothek leer.“ Schon die Erkennung spart das Suchen, und der Servicevertrag nutzt die Einträge des Liefervertrags. Falsche Sicherheit durch übernommene Bewertungen: Jede ist markiert und verlangt je Projekt eine Bestätigung.
Bauen: Claude Code 1 bis 2 Tage mit synthetischem Vertragsentwurf, Claude Design ½ Tag für den Bewertungsbildschirm (Schätzung)

Europe Cost Compass

P1P3P5sein erster Wunsch

Legt sich vor die Tabelle des Beraters, nicht an ihre Stelle. Ein Annahmenregister je Kostenposition mit Preisbasis, Indexierung, Zuordnung zu Projekt oder Anlage, Quelle, Verantwortung in Europa oder in der Zentrale und Begriff auf Englisch. Die Eingabemaske erzwingt diese Felder und meldet Widersprüche. Die Stufensicht zeigt, was sich vom Binding Offer zum BAFO bewegt hat.

Der „Genau das“-MomentZwei Eingaben derselben Position, eine mit Preisbasis 2026, eine „nominal 2032“. Die Maske markiert den Widerspruch und blendet das Indexation-Dokument ein. Das ist die Geschichte, die er zu dem Delta in der Kalkulation erzählt hat.
Einwand und Antwort
„Die Tabelle steht, der Berater macht das.“ Sie bleibt. Der Kompass hält fest, was in ihr angenommen ist, damit Zentrale und Europa dieselben Begriffe verwenden. Und das Delta ist vielleicht Vergangenheit: Die offene Frage dazu klären wir vorher, damit wir nichts unterstellen.
Bauen: Claude Design 1 Tag als Mockup, Cowork ½ Tag für Glossar und Annahmenblatt. Ein Prototyp lohnt erst nach Einblick in die echte Tabelle (Schätzung)

Gate File

P5P4seine Folie

Ein Bildschirm je Stufe der Prozessfolie. Oben die Anforderungen der Folie an dieses Gate, darunter je Anforderung der Reifegrad, gespeist aus den vier anderen Konzepten. Ein Knopf erzeugt den Entwurf des Gate Papers in der Vorlage des Kunden, mit dem Abschnitt „offen und nicht belegt“. Der Sales Manager redigiert, der Country Head präsentiert.

Der „Genau das“-MomentAuf dem Bildschirm steht seine Folie, und darunter füllen sich die Kästen mit dem Stand des Bids. Der Prozess, den er als Vorgabe kennt, bekommt seine Inputs.
Einwand und Antwort
„Das Gate Paper schreiben wir schon.“ Ja, und wer trägt die Zahlen zusammen? Die Akte holt sie aus denselben Objekten, die ohnehin gepflegt werden. Gremium und Zeitpunkt der Bid/No-Bid-Entscheidung sind auf der Folie nicht eindeutig; die Klärung gehört in Woche 1.
Bauen: Cowork ½ bis 1 Tag für ein generiertes Gate Paper, Claude Design ½ Tag für den Reifegrad-Bildschirm (Schätzung)
KonzeptP1 GrundlagenP2 ZusagenP3 Europa/ZentraleP4 SteuerungP5 GovernanceP6 ÜbergabeEigene Worte des Sales Managers
Alignment Table„Wo sind die Deviations?“ (viermal)
Commitment Register„Da gibt es eigentlich auch keinen Abgleich“
Risk Memory„Das ist Quatsch, dass jeder das neu ausfüllt“
Europe Cost Compass„Standardisierte Kalkulationsgrundlagen, Eingaben, Masken“
Gate File„Hier ist beschrieben, wie wir was präsentieren müssen“
trifft den Pain Point im Kern trifft ihn mit berührt ihn nicht
Das verbindende Datenmodell

Die Kette ist die eigentliche Bid Factory.

Alle fünf Konzepte sind Sichten auf eine Kette von Objekten. Sie führt die Zusage-Orte aus P2 zusammen, weil Deviation List, Q&A-Listen und Briefe auf dieselben Anforderungs-IDs zeigen, und sie trägt jedes Objekt mit Stufe, Verantwortlichem, Region, Quelle und Bestätigungsstatus. Das ist die Antwort auf P3 und P4 ohne neues Steuerungswerkzeug: eine Quelle, aus der sich jeder seine Sicht zieht.

AnforderungAusschreibung, mehrere Ordner Positionvier Zustände, SME bestätigt ZusageDeviation List, Q&A, Brief VertragsklauselHeads of Terms RisikoRisk Register, Bibliothek GateStufen 02–05, Gate Paper NachweisManual, Version, Freigabe KostenannahmePreisbasis, Zuordnung AktionBAFO Action List DeliverablePositionen mit Deadline Übergabean Delivery, Stufe 05 Jedes Objekt trägt Stufe (02 bis 05), Verantwortlichen, Region (Europa oder Zentrale), Quelle und Bestätigungsstatus. Gestrichelt: Zusagen wandern nach Vertragsunterschrift als Paket in die Übergabe.

Wie sich die heutigen Excel-Listen darauf abbilden

HeuteIm DatenmodellSicht
Deviation ListPositionen im Zustand „Abweichung“ mit ihren AnforderungenAlignment Table
Q&A-Listen (kommerziell, technisch, alt, neu)Zusagen mit Quelle Q&ACommitment Register
Risk RegisterRisiken mit Vertragsbezug und HerkunftRisk Memory
Deliverable-ListeDeliverables mit Verantwortlichem, Deadline, ÜbermittlungswegGate File
BAFO Action ListAktionen, jede mit Ziel-Deliverable (Beispiel: „Power Curve zu schlecht“ → Engineering → „Guaranteed Power Curve“)Gate File
Kalkulation (Construction Budget)Bleibt in Excel. Das Modell hält nur die Annahmenschicht darüber.Cost Compass

Übergangsform: Die Objekte können als SharePoint-Listen oder als Blätter einer Arbeitsmappe leben, weil das die Realität beim Kunden ist. Der Prototyp liest und schreibt Excel in den heutigen Formaten. Kein SME muss ein neues Werkzeug lernen, um mitzumachen.

Empfohlener Einstieg

Zuerst der Alignment Table, mit dem Risk Memory als zweitem Ausgang derselben Maschine.

Beide sind seine eigenen Worte, beide brauchen keine fertigen Bausteine, sondern erzeugen sie, und beide liefern, was für das nächste Gate ohnehin fällig ist: Deviation List und Risk Register.

Der Cost Compass trifft die schwereren Pain Points, aber er berührt die Tabelle eines Beraters, der „Gold wert“ ist, und eine Frage, die wir noch nicht beantwortet haben: wo und wann das Delta in der Kalkulation entdeckt wurde. Er kommt als zweite Welle, sobald das Vertrauen aus der ersten steht.

Das Angebot ist eine Bid-Werkstatt von sechs bis acht Wochen am laufenden Bid. Eine Person von uns arbeitet an zwei bis drei Tagen pro Woche im Bid-Team, der Prototyp läuft in der Umgebung des Kunden, und jede Woche wird ein Baustein bestätigt. Wir stellen nicht den Bid Manager, den gibt es. Wir stellen die Person, die Bausteine und Werkzeug baut, während sein Team den Bid macht.

W1
W2
W3
W4
W5
W6
W7
W8
Kickoff und Klärung
5 Fragen, Formate, Ordnerwahl
Alignment Table
Deviation List für 2 bis 3 Ordner, erste Lückenliste
Risk Memory
Risk Register Liefervertrag, erste Bibliothekseinträge
Commitment Register
Q&A an Anforderungen und Klauseln geknüpft
Gate File
Entwurf für die nächste Stufe
Rückschau
Zweite Welle

Am Ende liegt vor

  • Ein Prototyp in der Umgebung des Kunden, den sein Entwickler weiterführen kann
  • Deviation List und Risk Register für das nächste Gate
  • Die Lückenliste als Dokumentationsbacklog
  • Die Risiko-Bibliothek als erster wiederverwendbarer Baustein
  • Ein Datenmodell, auf das die Listen abgebildet sind
  • Ein Vorschlag für Zuständigkeiten je Objekt zwischen Zentrale und Europa (P3)

Wer beim Kunden mitmachen muss

  • Der Sales Manager als Owner, der Bid Manager
  • Je ein SME für die gewählten Ordner
  • Legal für die Klauseln
  • Sein Entwickler für die Umgebung
  • Jemand, der die Vertraulichkeitsregeln entscheiden darf (Annahme: nicht der Sales Manager allein)
  • SMEs in der Zentrale als Bestätiger; ihr Arbeitsprozess ändert sich in dieser Phase nicht

Bewusst ausgeklammert

  • Der Cost Compass jenseits eines Glossar-Entwurfs und eines Gesprächs mit dem Berater
  • Das Taskboard
  • Die Übergabe an Delivery
  • Der Dokumentenkonfigurator
  • Der Servicevertrag über die Risikoerkennung hinaus
  • Jede Aussage über Prozesskosten

Woche 1 wählt zwei bis drei Ordner für den Start, etwa SCADA und Cyber Security sowie Tower and Foundation Interface, bewusst nicht Grid Integration. Annahme: Der laufende Bid läuft in acht Wochen noch; falls nicht, gilt dasselbe für das Gate zum unterzeichneten Liefervertrag oder für den nächsten Bid.

Was wir im Pitch zeigen

Neun Schritte entlang seines eigenen Wegs durch den Bid.

Der Satz, der alles trägt: „Wir haben Ihren Prozess ernst genommen und ihm seine Inputs gebaut.“ Der Begriff Bid Factory fällt nur einmal, er hat ihn nicht aufgegriffen. Wir sprechen von Abgleich, Deviation List, Risk Register, Maske und Gate Paper.

  1. Seine Folie
    F1 auf dem Bildschirm, der Marker auf 04 BAFO. Alles, was folgt, füllt diese Kästen.
    Sichtbar wird P5 · Vorbereiten die Folie im Reifegrad-Bildschirm nachbauen
  2. Eine erfundene Ausschreibung kommt an
    Ein Ordner mit Employer's Requirements, Heads of Terms und Scope Split Matrix für einen fiktiven Windpark eines fiktiven Projektentwicklers. Kein echtes Dokument, nichts unter NDA; das haben wir vor der Demo entschieden.
    Sichtbar wird seine Bedingung Vertraulichkeit · Vorbereiten ER-Dokument mit rund 40 Anforderungen in drei Themen, Heads-of-Terms-Auszug mit 12 Klauseln, kleine Scope Split Matrix
  3. Der Alignment Table liest die Cyber Security Requirements
    Anforderungen mit Fundstellen, daneben die Manual-Auszüge einer erfundenen Anlage. Klick auf Grau: „Kein Nachweis, Aufgabe an SME SCADA.“ Klick auf eine Abweichung: der Text in seiner Struktur. Export nach Excel.
    Sichtbar wird P1 und sein viermaliger Wunsch · Vorbereiten Manual-Auszüge, die etwa 60 Prozent der Anforderungen abdecken, Deviation-List-Vorlage
  4. Grid Integration
    Eine Anforderung an das elektrische Verhalten am Netzverknüpfungspunkt steht auf „individuell“: Abstimmung mit dem Netzbetreiber, Termin, Ansprechpartner. Wir sagen: Das Werkzeug behauptet hier nichts.
    Sichtbar wird sein Einwand, vorweggenommen
  5. Das Commitment Register
    Eine technische Q&A-Antwort aus der ersten Runde ist rot: keine Entsprechung im Vertrag. Die Delta-Sicht Binding Offer gegen BAFO, daraus der Offer-Letter-Entwurf.
    Sichtbar wird P2 · Vorbereiten Q&A-Liste mit 20 Einträgen über zwei Stufen, davon drei mit Lücke
  6. Das Risk Memory
    Der Vertragsentwurf kommt herein, die Verzugsklausel wird erkannt, die Risikoregister-Zeile steht in seiner Struktur, Herkunft „übernommen, bitte prüfen“. Gesamtrisiko für das Gate.
    Sichtbar wird P1 und P5 · Vorbereiten Risk-Register-Vorlage mit seinen Spalten, Bibliothek mit fünf Einträgen aus einem erfundenen Vorprojekt
  7. Das Gate File
    Ein Knopf, das BAFO-Gate-Paper entsteht, mit dem Abschnitt „offen und nicht belegt“. Wir sagen: So sieht Ehrlichkeit vor dem Freigabegremium aus.
    Sichtbar wird P5 und P4 · Vorbereiten neutrale Gate-Paper-Vorlage nach den Kästen von F1
  8. Der Cost Compass, nur als Bild
    Die Maske mit dem Widerspruch „nominal 2032 gegen Indexation-Dokument“. Wir sagen: Das ist die zweite Welle, und davor haben wir eine Frage an Sie, wo und wann das Delta entdeckt wurde.
    Sichtbar wird P1 und P3, und dass wir nichts unterstellen · Vorbereiten drei Mockup-Bildschirme mit erfundenen Positionen
  9. Das Angebot
    Die acht Wochen, die Bausteine am Ende, sein Entwickler eingeladen. Wir schließen mit der Verabredung aus dem Gespräch: „Sie wollten sehen, was möglich ist.“
    Sichtbar wird der Einstieg

Bauliste vor dem Pitch

WasWomitAufwand (Schätzung)
Datenpaket: ER-Dokument, Heads of Terms, Q&A-Liste, Manual-Auszüge, BibliothekCowork1 Tag
Drei Bildschirme Alignment Table und Reifegrad-BildschirmClaude Design1 Tag
Lauffähiger Prototyp: Alignment Table, Commitment Register, Risk Memory als Ansichten, Excel-ExportClaude Code3 bis 4 Tage
Gate Paper und Offer-Letter-Entwurf als generierte DokumenteCowork½ Tag
Kompass-MockupsClaude Design1 Tag
Zusammen6 bis 8 Arbeitstage

Wenn du kürzen musst: Prototyp nur Alignment Table und Risk Memory, Commitment Register und Gate File als Bilder. Der Sneak Preview auf dieser Seite zeigt bereits alle fünf Sichten mit erfundenen Daten und deckt damit einen Teil der Liste ab.

Was wir bewusst nicht zuerst bauen

Sechs Dinge, die naheliegen und trotzdem warten.

Kein Taskboard und kein Workflow-Werkzeug. Der Sales Manager hat den Vorschlag mit „Tja“ quittiert. P4 ist real, aber die Ursache ist nicht das fehlende Board, sondern dass die Listen keine gemeinsame Sicht erzeugen. Das löst das Datenmodell.
Kein Dokumentenkonfigurator nach dem Vorbild seines früheren Arbeitgebers. Er setzt fertige, freigegebene Dokumentation voraus; die gibt es nicht (P1). Der Alignment Table baut den Index, den ein Konfigurator später braucht.
Kein Ersatz der Kalkulationstabelle. Sie ist „recht professionell“, der Berater ist „Gold wert“, und die offene Frage zum Delta ist ungeklärt. Wer hier zuerst ansetzt, kritisiert, bevor er verstanden hat.
Kein Übergabepaket an Delivery. P6 wirkt erst nach dem Gewinn; das Commitment Register bereitet es vor, mehr nicht.
Keine Prompt-Bibliothek und keine offene Knowledge Base. Beides kam vom Interviewer, und seine Antwort war: „die werden nicht vertraulich“. Was davon sinnvoll ist, steckt in den Konzepten, in geschlossener Form.
Kein Versprechen von Geschwindigkeit oder Prozesskosten. Das Bild über alle Pain Points ist eindeutig. Der zweistellige Millionenbetrag ist im Material ein vermiedener Fehler und ein vermiedenes Risiko, keine Ersparnis.
Offene Entscheidungen

Fünf Fragen, die wir vor dem Bau beantworten sollten.

Die Empfehlung steht jeweils bei der Option. Deine Tendenz und eine Notiz kannst du hier festhalten; sie bleiben nur in deinem Browser und sind für niemanden sonst sichtbar. Die Entscheidung selbst treffen wir im Gespräch.

1. Demo mit erfundenen oder mit echten Daten?

Das echte Dokument kommt in Woche 1, nachdem die Vertraulichkeitsfrage geklärt ist. Vorher wäre es ein Risiko ohne Gegenwert.

2. Werkstatt am laufenden Bid oder Werkzeuglieferung?

Die Bausteine entstehen nur am echten Bid, und er will mit seinem Entwickler sprechen. Der Prototyp ist die gemeinsame Sprache mit dem Entwickler.

3. Cost Compass im Pitch: Mockup, Prototyp oder gar nicht?

Er trifft die schwersten Pain Points, aber ein Prototyp auf erfundenen Zahlen wirkt neben einer Tabelle, die er stolz zeigt, wie Besserwissen.

4. Wo läuft es?

Umgebung und Modell legen wir in Woche 1 mit dem Entwickler fest. Die Frage, welche Werkzeuge das NDA zulässt, stellen wir ihm vor dem Pitch, nicht im Pitch.

5. Wie sprechen wir über den zweistelligen Millionenbetrag?

50 Mio. € bei Transport und Installation, 25.000 € je Anlage und Tag Verzug: Das sind seine Zahlen. Prozesskosten beziffern wir nicht, weil er sie nicht genannt hat. Sonst verspricht der Pitch etwas, das er in seinem Problembild nicht wiederfindet.

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Nächste Schritte

Was jetzt ansteht.